Lesung am 12. März 2010
Lyrik & Musik
Ingritt Sachse liest Gedicht, Bernhard Zapp spielt Cello
tanzen die steine und donnern
Traumgedichte zum Erwachen
Hinab in schattige Tiefe, hinauf im Höhenflug - in den Gedichten Ingritt Sachses zeigt sich das Leben als stete Bewegung. Oftmals Gratwanderung, ist es vor allem Tanz. Denn im Grenzbezirk, dem Traum, tauchen unbekannte Welten auf, deren Weite durchmessen werden will. Dass mitunter ein böses Erwachen folgt, gibt den Gedichten Ingritt Sachses den besonderen Reiz.
Die Lyrikerin führt ihre Zuhörer in Mythen und Zauberwelten. Doch die fordern heraus, kennen Rätsel und dunkle Seiten, die Erlösung brauchen. Da bricht Versteinerung auf. In den Rissen schafft sich der Lebenstraum - ob mit Donnergetöse, sanftem Erstaunen oder ironischer Umkehr - neuen Raum. Diesen zu nutzen ist Wagnis, aber lohnt sich. Ingritt Sachse skizziert in ihrer atmosphärisch verdichteten Sprache die Pfade, die der Tanz in Freiheit und Selbstbestimmung nimmt.
(Text: Michaela Didyk, Unternehmen Lyrik)
Bernhard Zapp improvisiert am Violoncello und spielt aus Werke von Bach, Reinhardt und Ligeti.
Veranstaltungsort: Haus an der Redoute, Kurfüstenallee 1a, Bad Godesberg