Parkbuchhandlung

Di. 15.05. ::: Erhard Eppler und Peter Ruhenstroth-Bauer

März 10th, 2018  |  Published in Aktuelles, Allgemein

Ein deutlicher Appell gegen Politik als marktwirtschaftliches „Game“

Am 15. Mai um 19.30 Uhr präsentiert Erhard Eppler sein neuestes – und laut eigenen Angaben letztes – Buch „Trump – und was tun wir?“ im Gespräch mit dem Geschäftsführer der UNO Flüchtlingshilfe Peter Ruhenstroth-Bauer. Die Veranstaltung findet im prächtigen Beethovensaal der Redoute in Bad Godesberg statt.

Nach 60 Jahren als aktiver Politiker gelingt es Eppler eindrucksvoll, den politischen Alltag in seinem Buch fassbar zu machen. Dabei ist der amtierende US-Präsident nur am Rande Thema; vielmehr steht der Name Trump symbolisch für die Tendenz, Politik durch eine radikale, nationalistisch gefärbte Marktlogik zu ersetzen. Dieses Phänomen sei eine große Gefahr für unsere Demokratie, so Eppler. Sein Buch ist zugleich ein Plädoyer für die stärkere Politisierung der Gesellschaft. Der modernen „Erfolgsgesellschaft“, wie Eppler sie nennt, stellt er eine solidarische Gesellschaft gegenüber, die politisch gegen die Kräfte des Marktes errungen werden müsse. Das Thema „Marktradikalismus“, mit dem sich Eppler bereits in zahlreichen Büchern beschäftigt hat, ist heute aktueller denn je und wir freuen uns auf ein spannendes Gespräch.

Der 91jährige Erhard Eppler kann auf eine lange Zeit politischer Erfahrung zurückgreifen –seit 1956 war er Mitglied der SPD, saß lange Jahre im Bundestag, war Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und SPD-Landesvorsitzender in Baden-Württemberg.

Die demokratischen Institutionen der USA haben nicht die Kraft, einen »selbstverliebten Größenwahnsinnigen« wie Donald Trump zu zähmen oder abzusetzen. Recht hat bei ihm der Stärkere. »Politik« ist für diesen »Frankenstein des Neoliberalismus« ein Schimpfwort. Die Kanzlerin erklärte, nun müssten wir unser Schicksal selbst in die Hand nehmen. Was das praktisch bedeutet, sagt sie nicht. Hier knüpft der Autor an.

Angaben des Dietz Verlages zum Buch:

Demokratische Politik ist kein »Game«, wie die Medien oft meinen, auch kein »Deal«, sondern ein hohes Gut. Erhard Eppler, Politiker und politischer Denker mit mehr als 60 Jahren Erfahrung, will uns wachrütteln mit einem Plädoyer für die Würde der Politik, die durch nichts zu ersetzen ist. Verachtung zerstört den gesellschaftlichen Frieden und Zusammenhalt. Wir brauchen dagegen politischen Mut und Willen, einen Schub hin zur Politisierung und einen demokratischen Aufbruch. »Die Bundesrepublik ist in eine Verantwortung hineingewachsen, die sie nicht gewollt hat. Sie muss dieser Verantwortung gerecht werden. Unsere Gesellschaft muss politisch wach werden.«

Erhard Eppler geb. 1926, Dr. phil., von 1968 bis 1974 Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, von 1961 bis 1976 Abgeordneter im Bundestag. Neben seinen zahlreichen politischen Ämtern war er u. a. von 1973 bis 1992 Vorsitzender der SPD-Grundwertekommission, Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchentags, ist Mitglied im PEN-Club und Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes.

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Termin: Dienstag, 15.05.2018, 19.30 Uhr
Ort: La Redoute, Kurfürstenallee 1, 53177 Bonn
Eintritt: 15€ / 10€ (für Kinder und Jugendliche)
Reservierung: In der Buchhandlung oder unter 0228 352191

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