Parkbuchhandlung

Fr. 04.05. ::: Beethoven@home in der Parkbuchhandlung

Mai 22nd, 2018  |  Published in Allgemein, Veranstaltung

»Beethoven@home feiert Beethoven da, wo er herkommt: bei den Menschen in Bonn. Die Bonner zeigen, wie lebendig Beethoven in ihren Herzen ist. Dazu braucht man keinen Anzug, den man in den Konzertsaal trägt um sich darin auszuruhen, dazu feiert man ihn @home mit den Mitteln, die man eben hat: mal ein Streichquartett, mal eine Orgel, mal Jazz mal geplaudert. Aber immer Beethoven. Da ist Beethoven nicht nur auf dem Konzertpodest, da ist er mitten unter uns. So muss es sein. Diesen Weg werden wir konsequent weiter gehen. Und wenn et schön is, gehen wir natürlich auch in den Konzertsaal, zum „offiziellen“ Ludwig!« (Konrad Beikircher)

„Ich weiß nicht, was soll es bedeuten, dass ich so traurig bin“ – Romantische Gemütsbewegung in Text und Musik.
Der Schauspieler und Rundfunksprecher Thomas Krause liest aus der von Wolfgang Frühwald im Reclam Verlag erschienen Anthologie “Gedichte der Romantik“. Dazu spielt das Alinde Quartett:

Eugenia Ottaviano, Violine,
Guglielmo Dandolo Marchesi, Violine,
Erin Kirby, Viola,
Moritz Benjamin Kolb, Violoncello

Ludwig van Beethoven Streichquartett Nr. 10 Es-Dur op. 74, "Harfenquartett" und Felix Mendelssohn Bartholdy: Streichquartett Nr. 6 f-Moll op. 80.

Die musikalische Romantik in Deutschland setzte bald nach 1800 ein. Zunächst war der Begriff "romantisch" im Umfeld der Literatur verwendet worden, wo er für die Eigenschaften des wiederentdeckten mittelalterlichen Romans einstand – phantastisch, abenteuerlich, erfunden. Dichter begannen dann, von "romantischer" Musik zu sprechen, beispielweise E.T.A. Hoffmann 1810 in einer Rezension von Beethovens Fünfter Symphonie, in der es hieß, dass die Musik "die romantischste aller Künste" und gerade Beethoven "ein rein romantischer (eben deshalb ein wahrhaft musikalischer) Componist" sei. Der Begriff war in diesem Sinne anfangs weniger auf konkrete Stücke gemünzt als auf die Bedeutung der Musik für ein "romantisches" Denken überhaupt.

Zu den Vorbedingungen für die Geistesbewegung der Romantik gehörte das Erstarken des Bildungsbürgertums, die Welle naturwissenschaftlicher Neuentdeckungen und die beginnende Industrialisierung sowie die staatspolitischen Umwälzungen in der Folge der französischen Revolution von 1789, der Feldzüge und der Besatzungspolitik Napoleons. Um die Jahrhundertwende verband sich die Erfahrung, in einer erschütterten, fremdbestimmten Zeit zu leben, mit der Sehnsucht danach, ein intaktes Weltgefühl zumindest im Paralleluniversum der Kunst vorzufinden.

Beethoven, Schubert, Brahms, Mendelssohn, Chopin werden als romantische Komponisten vereinnahmt. Beethoven wegen seiner prototypischen Bedeutung als heroischer Künstler, Schubert wegen seines reichen Schaffens in einer genuin romantischen Gattung, dem Kunstlied.

Die Musik der Romantik lebt von harmonischen Freiheiten, von Klangfarbenausweitung, ironischen Brüchen oder dem plötzlichen Wechsel von Gestaltungsprinzipien, von der Auflösung festgefügter Formen überhaupt, spürbar etwa in diffusen Anfängen und offenen Schlüssen. Das Prinzip der Entgrenzung findet sich auch in der Hinwendung zum Übernatürlichen – beispielhaft in Schuberts Ballade "Erlkönig" von 1816 – oder im Interesse an der Kunst vergangener Jahrhunderte, zumal eines mehr fiktiven denn real erforschten Mittelalters. Einflüsse der Beschäftigung mit der Vergangenheit sind durch die ganze Epoche hindurch zu spüren, auch Mendelssohns Wiederaufführung der Bachschen Matthäus-Passion 1829 in Berlin zeugt davon.

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Termin: Fr. 04.05.2018, 19.30 Uhr
Ort: Parkbuchhandlung, Koblenzer Str. 57, 53173 Bonn
Eintritt: 15€ / 10€ (für Kinder und Jugendliche)
Reservierung: In der Buchhandlung oder unter 0228 352191.

 

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