Ein Spionage- und Abenteuerroman des ehemaligen Bonner Stadtschreibers 2024 - in Bonn geschrieben! Kristof Magnusson unterhält sich mit Denis Scheck über seinen neuen Roman »Die Reise ans Ende der Geschichte«.
Die Reise ans Ende der GeschichteDer große neue Roman von Kristof Magnusson erzählt von einer Zeit, als alles möglich erschien und doch vieles tragikomisch schief ging: Ein Doppelagent will in Kasachstan ein letztes großes Ding drehen, ein Dichter hofft auf das Abenteuer seines Lebens und eine Italienischlehrerin versucht, das Schlimmste zu verhindern.
Anfang der 90er Jahre ist die Welt eine Verheißung und Jakob Dreiser mittendrin: Der junge Dichter wird in Rom für sein Werk gefeiert, der Kalte Krieg ist endlich Geschichte und die russische Botschaft lädt zum Gartenfest mit Krimsekt und Piroggen. Die Welt strebt nach Frieden und Glück – und diesmal scheint sie es ernst zu meinen. Dieter Germeshausen dagegen kann sein Pech kaum fassen. Jahrelang war er Geheimdienstmitarbeiter und Doppelagent, nun muss er dringend untertauchen. Ausgerechnet jetzt, wo er zum ersten Mal verliebt ist. Germeshausen braucht einen Plan, so viel steht fest. Und er braucht Jakob Dreiser. Denn für seinen großen Coup gibt es keine bessere Tarnung als einen international gefeierten Dichter. Eine herrlich turbulente Geschichte über Sehnsüchte, Täuschungen und das Scheitern im Moment der vermeintlichen Freiheit. Kristof Magnusson verwandelt eine Zeit historischer Umbrüche in einen unvergleichlichen Abenteuerroman.

© Smilla Dankert
Kristof Magnusson wurde 1976 in Hamburg als Sohn deutsch-isländischer Eltern geboren. Er schloss eine Ausbildung zum Kirchenmusiker bei der evangelischen Landeskirche Nordelbien ab. Darauf folgte ein Zivildienst mit Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V. (New York) in der Sozialarbeit mit Holocaustüberlebenden und Obdachlosen. Nach seinem Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und der Universität Reykjavík, schreibt er vor allem Romane und Theaterstücke. Außerden übersetzt er aus dem Isländischen und engagiert sich für Literatur in Einfacher Sprache. Sein Theaterstück »Männerhort« wurde mit Elyas M’Barek und Christoph Maria Herbst für das Kino verfilmt, 2023 wurde er mit dem Rom-Preis der Villa Massimo ausgezeichnet. 2024 erheilt er außerdem das vom Verein Lese-Kultur Godesberg ins Leben gerufene Ferdinande Boxberger Literaturstipendium und wurde damit Bonner Stadtschreiber.

© Andreas Hornoff