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26 April
Graphic Novel auf die Bühne - Miguel de Cervantes »Don Quijote«
18:00
Schauspielhaus Bonn
Am Michaelshof 9, 53177 Bonn
18€

Unser Projekt Graphic Novel auf die Bühne vereint Literatur, Musik und Kunst und zeigt im großen Format die Illus­tra­tionen der Gebrüder Brizzi zu Miguel de Cervantes‹ Don Quijote, dem bekann­testen Klassiker der spani­schen Literatur. Der Comic, der bekannte Klassiker aufgreift, richtet sich auch an jüngere Menschen und vermittelt anspruchs­volle Literatur an ein breiteres Publikum. Musika­lisch wird der Abend von Mitgliedern des Treppen­haus­or­chester und Peter Amann (Fagott) untermalt, mit Stücken von Telemann, Vivaldi und Françaix. Der ehemalige Bonner Stadt­schreiber Albrecht Selge kuratiert den Abend und liest Passagen aus Miguel de Cervantes’ Roman. Schon das vierte Jahr in Folge reali­sieren wir dieses Format im Schau­spielhaus Bonn.

 

Don Quijote von der Mancha

Die Lektüre einer übermä­ßigen Menge Ritter­romane verleitet den armen Hidalgo Alonso dazu, selbst den Beruf des Ritters zu ergreifen und fortan Witwen und Waisen zu beschützen. Er nennt sich Don Quijote und zieht mit seinem treuen Knappen Sancho Panza in die Welt, geleitet von seinem Durst nach Abenteuern und der Liebe zu seiner Angebe­teten Dulcinea. Seien es Riesen oder Armeen, Windmühlen oder Schaf­herden – Don Quijote stellt sich jeder Gefahr. Mancher wird ihm dabei helfen, andere werden ihn auslachen. Doch am Ende wird hoffentlich alles gut werden…

Miguel de Cervantes zu Beginn des 17. Jahrhun­derts veröf­fent­lichter, zweitei­liger Roman »Don Quijote von der Mancha« ist in der Litera­tur­ge­schichte wegweisend. Das Meisterwerk der Erzähl­kunst und der Histo­ri­en­fiktion beschäftigt seit 300 Jahren Gelehrte und Dichter und gilt vielen als erster moderner Roman überhaupt. Durch die Gebrüder Brizzi, ihre unnach­ahm­liche Kunst der Reduktion und ihren feinsin­nigen Bleistift­strich, dürfen wir die urkomi­schen und doch tragi­schen Abenteuer des »Ritters von der traurigen Gestalt« als opulente Graphic Novel neu entdecken.

 

 

© Glen Glover

Albrecht Selge

Der Bonner Stadt­schreiber 2022 Albrecht Selge ist in unter­schied­lichen litera­ri­schen Gattungen zuhause und hat für jede eine eigene Sprache entwi­ckelt. In all seinen Romanen entfaltet er mit viel Empathie und Witz das Innen­leben seiner Figuren und stellt zugleich eine Distanz in der Schil­derung des Rätsel­haften und Wider­sprüch­lichen her.

Sein Werk umfasst eindring­liche Gesell­schafts­por­träts, die er sowohl in seinem Roman Fliegen als auch in der fanta­sie­vollen Road-Novel Trunkene Fahrt zeigt, um nur zwei seiner früheren Veröf­fent­li­chungen zu erwähnen. In seinem Roman Beethovn umkreist der Autor den Bonner Kompo­nisten aus der Perspektive unter­schied­licher Figuren und beleuchtet den berühmten Sohn Bonns so von ganz neuen Seiten. 2022 stellte er seine litera­rische Wandel­barkeit durch den Jugend­roman Luyánta – Das Jahr in der Unselben Welt, den er für seine Tochter schrieb, unter Beweis.

 

 

Musik­pro­gramm

Aus den zahlreichen Verto­nungen von Don Quijote, bietet das Treppen­haus­or­chester Auszüge aus Georg Philipp Telemanns Don Quijote Suite dar; außerdem Antonio Vivaldis e-Moll Konzert für Fagott und Jean Françaix’ Diver­tis­sement für Fagott und Streich­quintett. Im Mittel­punkt des musika­li­schen Programms steht das Fagott, gespielt von Peter Amann. Das tiefe Holzblas­in­strument mit Doppel­rohr­blatt zeichnet sich durch seinen warmen, vielsei­tigen Klang aus. Es besitzt einen großen Tonumfang und eine komplexe Klappen­me­chanik. Ton und Form des Instru­ments sind leicht skurril, wie der Held aus Cervantes‹ Roman und verkörpert damit Don Quijote besonders gut.

Das Treppen­aus­or­chester arbeitet seit einigen Jahren an einem erwei­terten Konzert­be­griff. Mit spiele­ri­schem Forschungs­trieb unter­sucht es die Grenzen der Live-Situation Konzert, öffnet Türen zu neuen Hörerleb­nissen und unerwar­teten Inhalten. Konzert als Erlebnis. Klassische Musik als Perfor­mance. Immer mit überra­schenden Anbin­dungen an unsere Wirklichkeit.

Peter Amann, 1991 in München geboren, studierte an der Musik­hoch­schule Köln bei Prof. Georg Klütsch. Während des Studiums war Peter Amann Mitglied der Jungen Deutschen Philhar­monie. Nach befris­teten Anstel­lungen, unter anderem bei den Augsburger Philhar­mo­nikern, den Düssel­dorfer Sympho­nikern und Brussels Philhar­monic (Flämi­sches Radio­sin­fo­nie­or­chester), wurde Peter Amann 2017 Solof­agottist bei den Nieder­rhei­ni­schen Sinfo­nikern. 2019 wechselte er in gleicher Position ins Nieder­säch­sische Staats­or­chester Hannover.

 

Details der Veranstaltung

Datum: 26 April 2026.
Uhrzeit: 18:00
Ort: Schauspielhaus Bonn
Navigation zu: Schauspielhaus Bonn
Adresse: Am Michaelshof 9, 53177 Bonn
Telefon: 0228 352191
Event-Kategorie: Konzert & Lesung
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