Der Autor Lutz van Dijk hat Jahrzehnte in Kapstadt gelebt und dort in einem Waisenhaus mit Kindern gearbeitet. Nach vielen Jahren, in denen er vor allem Kinder- und Jugendbücher schrieb, erzählt er nun seine eigene Geschichte. Nach dem ersten Teil seiner Autobiografie »Irgendwann die weite Welt« über seine Kindheitsgeschichte in Berlin, erschien nun die Fortsetzung »Die weite Welt«.
Die Fortsetzung seiner Lebensgeschichte kann für sich stehen, denn wir erleben einen 18-Jährigen, der ohne großes Gepäck und mit wenig Geld nach New York abhaut und tatsächlich in den USA ankommt, allerdings arbeitslos und dann auf neue Menschen trifft: Eine Putzfrau in Manhattan, einen Flüchtling aus Haiti. Er schreibt von seinem ersten Job als Busfahrer in Pennsylvania. Bei all diesen Erzählungen verschweigt er nichts mehr, sondern schildert sein Schwulsein offen und ehrlich. Lutz van Dijk nimmt uns mit in die weite Welt; über Hamburg nach Jerusalem und Amsterdam bis schließlich nach Kapstadt.

Lutz van DijkLutz Van Dijk, geboren in Berlin, war Lehrer in Hamburg, bevor er ein Zweitstudium in Geschichte anfing und dann bei der Anne Frank Stiftung in Amsterdam arbeitete. Er ist Mitbegründer der Stiftung HOKISA für von AIDS betroffene Kinder und Jugendliche in Kapstadt. Seine Bücher für Erwachsene und Jugendliche wurden in vielfach übersetzt und ausgezeichnet, u.a. mit dem Jugendliteraturpreis von Namibia 1997 und dem Gustav-Heinemann-Friedenspreis 2001. 2003 erhielt er für sein Engagement für die Rechte von Homosexuellen den Rosa Courage Preis von Gay in May, Osnabrück. 2009 wurde ihm die Poetik-Ehrenprofessur der Universität Oldenburg verliehen.