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11 Oktober
Armenisch-Türki­scher Abend: David Wagner liest aus »Verkin«
18:00 - 20:00
Rheinhotel Dreesen
Rheinstraße 45-49, 53179 Bonn
20€

Der ehemalige Bonner Stadt­schreiber David Wagner liest im Rhein­hotel Dreesen im Rahmen der Veran­stal­tungs­reihe »R(h)eingeflüster« aus seinem neuen Roman. Dazu spielt Goran Steva­novich armenische Lieder auf dem Akkordeon. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit, im Hotel Dreesen ein armeni­sches Menü zu genießen (bitte im Vorfeld reser­vieren).

 

Armenisch-Türkischer Abend: David Wagner liest aus »Verkin« Parkbuchhandlung Buchhandlung Bonn Bad GodesbergVerkin

Nach David Wagners beiden großen Büchern »Leben« und »Der vergess­liche Riese« ist sein neuer Roman ein Abenteuer, das vom Bosporus durch die Türkei und über drei Konti­nente führt, eine Spuren­suche zwischen Orient und Okzident, tief hinein ins bewegte 20. Jahrhundert. Es ist die Geschichte einer beson­deren Freund­schaft und einer außer­ge­wöhn­lichen Frau.

Eine Katze vom anato­li­schen Vansee, das eine Auge blau, das andere braun, wird nach Berlin gebracht. Auf einem für sie organi­sierten Willkom­mensfest lernt der Erzähler dieses Romans die Überbrin­gerin kennen und fragt sich: Wer ist diese türkisch-armenische Frau namens Verkin, die in ihrem metal­lisch glitzernden Kleid wie eine Raumfah­rerin wirkt?

Wenig später reist er nach Istanbul, um an einem neuen Buch zu schreiben, im Gepäck deutsche Wurst­waren, die er Verkin als Dank für die Katze mitbringen soll. Kaum angekommen, wird er schon verführt: von den Geschichten aus ihrem geradezu märchen­haften Leben.

Gemeinsam fahren die beiden durch die Stadt und über den Bosporus, sie reisen an die lykische Küste, besuchen verfallene Thermal­bäder, rollen im Speise­wagen durch Anatolien und kommen bis an den Vansee nahe der Grenze zum Iran.

Verkin erzählt von ihrer Kindheit in Istanbul, von ihrer uralten armeni­schen Familie, den Großmüttern, die 1915 Mord und Vertreibung überlebten. Von ihrem Vater, der den größten Elektro­konzern der Türkei aufbaute. Von Schweizer Inter­naten, Paris 1968, lukra­tiven  Geschäften in Ost-Berlin, Künst­ler­kreisen im New York der siebziger Jahre, von ihren Männern, darunter zwei Deutsche. Von einem fast tödlichen Unfall, der sie auf eine jahre­lange Irrfahrt schickte, ihrem Einsatz für das armenische Erbe, dem Kampf gegen das Patri­archat und ihrer politi­schen Arbeit. Von einem Land, von einem Leben voller Wider­sprüche.

 

Armenisch-Türkischer Abend: David Wagner liest aus »Verkin« Parkbuchhandlung Buchhandlung Bonn Bad Godesberg

© Linda Rosa Saal

David Wagner

David Wagner, 1971 geboren, debütierte mit dem Roman »Meine nacht­blaue Hose«. Es folgten der Erzäh­lungsband »Was alles fehlt«, das Prosabuch »Spricht das Kind«, die Essay­samm­lungen »Welche Farbe hat Berlin« und »Mauer Park«, die Kindheits­er­in­ne­rungen »Drüben und drüben« (mit Jochen Schmidt), der Roman »Vier Äpfel«, der auf der Longlist des Deutschen Buchpreises stand, und »Ein Zimmer im Hotel«. 2013 wurde ihm für sein Buch »Leben« der Preis der Leipziger Buchmesse verliehen, 2014 erhielt er den Kranich­steiner Litera­tur­preis und war erster »Friedrich-Dürrenmatt-Gastpro­fessor für Weltli­te­ratur« an der Univer­sität Bern. »Der vergess­liche Riese« brachte ihm 2019 den Bayeri­schen Buchpreis und eine Platzierung auf der Shortlist für den Wilhelm Raabe-Litera­tur­preis ein. Seine Bücher wurden in viele Sprachen übersetzt. 2021 war er Bonner Stadt­schreiber. Er lebt in Berlin.

 

 

 

Goran Steva­novich

Von der Presse als »wahrer Botschafter für die Vielsei­tigkeit seines Instru­mentes« gelobt, gilt Goran Steva­novich als ein bedeu­tender Akkor­deonist der Gegenwart. Wie kaum jemandem gelingt es dem jungen Musiker, das Akkordeon auch abseits des gängigen Reper­toires auf den Konzert­bühnen zu etablieren. Sein vielsei­tiges musika­li­sches Können macht ihn dabei zum gefragten Kammer­mu­sik­partner von Künst­ler­per­sön­lich­keiten wie dem Oboisten Albrecht Mayer, von dem er 2020 vorge­stellt wurde und einen Duo-Abend im Rahmen der Musik­woche Hitzacker zusammen gestaltete. Sein außer­ge­wöhnlich breites Reper­toire, das von der alten Musik, über Schubert, Bruckner, Mahler und Hindemith bis zu zeitge­nös­si­schen Kompo­nisten reicht, ließ Goran Steva­novich über die Jahre eine ganz eigene Klang­äs­thetik und Stilistik entwi­ckeln. Er begeis­terte bereits mehrfach in Urauf­füh­rungen, darunter Kompo­si­tionen von George Lewis, Feliz Anne Reyes Macahis, Randall Meyers, Aleksandra Vrebalov oder Markus Stock­hausen.

Details der Veranstaltung

Datum: 11 Oktober 2024.
Uhrzeit: 18:00 - 20:00
Ort: Rheinhotel Dreesen
Navigation zu: Rheinhotel Dreesen
Adresse: Rheinstraße 45-49, 53179 Bonn
Telefon: 0228 352191
Event-Kategorie: Konzert & Lesung
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