Ingeborg Bachmanns Lyrik, ihre Erzählungen und Romanen haben die deutsch-sprachige Literatur nach 1945 geprägt wie wenige andere. Zu ihren bekanntesten Werken zählen unter anderem der Roman »Malina« (1971), die Gedichtbände »Die gestundene Zeit« (1953) und »Anrufung des Großen Bären« (1956). In ihrem Werk beschäftigt sie sich unter anderem mit der Rolle der Frau in einer patriarchalen Gesellschaft, den Auswirkungen von Krieg und Frieden sowie individuellen menschlichem Leiden.
Anlässlich des 100. Geburtstags dieser eindrucksvollen Persönlichkeit stellt Dieter Burdorf seine neue Biografie »Dieses unruhige Ich« - so hat Ingeborg Bachmann sich selbst beschrieben - vor. Ebenso fesselnd sind ihre sprachmächtigen Briefwechsel, die zum Teil erst vor Kurzem erschienen sind und in dieser neuen Biografie aufgegriffen werden. Die Schauspielerin Birte Schrein liest einige Passagen aus Bachmanns Texten.
Musikalisch begleitet wird der Abend von der jungen Kontrabassistin und Performance-Künstlerin Begüm Aslan. Ihre Gesangsstücke begleitet sie selbst mit dem Kontrabass. Seit einiger Zeit arbeitet sie außerdem aktiv mit zeitgenössischen Komponist*innen zusammen, die ihr viele Stücke, wie zum Beispiel das außergewöhnliche Stück ›Haiku‹ für Gesang und Kontrabass von Stephen Mulligan, gewidmet haben.

