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14 November
Zum 150. Geburtstag von Marcel Proust
18:00 - 20:00
Schauspielhaus
Am Michaelshof 9, 53177 Bonn
18 €

Zum 150. Geburtstag von Marcel Proust Parkbuchhandlung Buchhandlung Bonn Bad GodesbergLesung und Konzert zu Ehren des großen Schrift­stellers. Die Schau­spie­lerin Helene Grass liest aus den neu entdeckten Erzäh­lungen, Novellen und Skizzen des jungen Autors, entstanden vor dem Jahrhun­dertwerk. Übersetzer und Heraus­geber des Bandes Bernd Schwibs wird eine Einführung in die Recherche und die neuen Texte geben. Das Solaris Klaviertrio spielt dazu Debussy und Ravel.

Marcel Proust: Der geheim­nis­volle Brief­schreiber.

Im Herbst 2019 begeis­terte ein sensa­tio­neller Fund das franzö­sische Feuil­leton: neun frühe, bislang vollkommen unbekannte Novellen, Skizzen und Erzäh­lungen des jungen Marcel Proust, entstanden lange vor dessen Jahrhun­dertwerk Auf der Suche nach der verlo­renen Zeit. Aufge­taucht waren diese Texte im Nachlass des franzö­si­schen Verlegers Bernard de Fallois, der in den 50er Jahren über Proust promo­vieren wollte und dafür Einblick erhielt in Material, das beim Tod des Autors nicht vernichtet worden war. Er gab das Vorhaben auf – und die Texte gerieten in Verges­senheit.

Ein myste­riöser Verehrer entpuppt sich als Vereh­rerin; ein Hauptmann erinnert sich an eine homoero­tische Begegnung, ohne sie als solche zu erkennen; eine gute Fee beschert dem Helden als Ausgleich für Krankheit und Leiden künst­le­rische Kreati­vität: Proust stimmt hier sein Instru­men­tarium für die Abfassung seines großen Roman­werks. Aber warum hat er diese Texte nie veröf­fent­licht? Hatte er Angst vor dem Skandal, den die bemer­kenswert offene Thema­ti­sierung von Homose­xua­lität hätte provo­zieren können, wie der Heraus­geber vermutet? Fest steht: in diesen Versuchen steckt bereits die ganze Zukunft von Prousts Jahrhun­der­tepos.

Marcel Proust

Marcel Proust wurde am 10. Juli 1871 in Auteuil geboren und starb am 18. November 1922 in Paris. Sein sieben­bän­diges Romanwerk Auf der Suche nach der verlo­renen Zeit ist zu einem Mythos der Moderne geworden.

Eine Asthma­er­krankung beein­träch­tigte schon früh Prousts Gesundheit. Noch während des Studiums und einer kurzen Tätigkeit an der Bibliothek Mazarine widmete er sich seinen schrift­stel­le­ri­schen Arbeiten und einem – nur vermeintlich müßigen – Salon­leben. Es erschienen Beiträge für Zeitschriften und die Überset­zungen zweier Bücher von John Ruskin. Nach dem Tod der über alles geliebten Mutter 1905, der ihn in eine tiefe Krise stürzte, machte Proust die Arbeit an seinem Roman zum einzigen Inhalt seiner Existenz. Sein herme­tisch abgeschlos­senes, mit Korkplatten ausge­legtes Arbeits- und Schlaf­zimmer ist legendär. In Swanns Welt, der erste Band von Prousts opus magnum, erschien 1913 auf Kosten des Autors im Verlag Grasset. Für den zweiten Band, Im Schatten junger Mädchen­blüte, wurde Proust 1919 mit dem Prix Goncourt ausge­zeichnet. Die letzten Bände der Suche nach der verlo­renen Zeit wurden nach dem Tod des Autors von seinem Bruder heraus­ge­geben.

 

Stimmen zum Buch

»Im schrei­benden Schüler steckt hier schon der Meister.«
Der Tages­spiegel
»Eine Sensation.«
DIE ZEIT
»Die Sammlung, übersetzt von Bernd Schwibs und vom Suhrkamp Verlag zum 150. Proust-Geburtstag … in einem besonders schönen Bändchen vorgelegt, erlaubt den Blick auf die Anfänge, die tastenden Schritte eines jungen Mannes bei der Erprobung seiner litera­ri­schen Möglich­keiten.«
Klaus Bellin, neues deutsch

Trio Solaris

Nachdem Simone Drescher, Moritz Ter-Nedden und Amadeus Wiesensee im Rahmen des PODIUM Festivals Esslingen 2019 erstmals zusammen musizierten, gründeten sie im darauf­fol­genden Jahr das Trio Solaris. Bereits wenige Monate nach seiner Gründung wurde das Trio im Februar 2021 für den Ensemble-Sonder­preis “Ton und Erklärung” des Kultur­kreises der deutschen Wirtschaft nominiert. Auftritte im Jahr 2021 führen das Ensemble u. a. in die Abtei Marien­münster, auf die Nordsee­inseln Norderney und Sylt sowie zu Video­auf­nahmen ins Bonner Beetho­venhaus.

Benannt hat sich das Trio nach der visio­nären Verfilmung des gleich­na­migen Romans durch den russi­schen Kult-Regisseur Andrei Tarkovsky: “Solaris” ist ein Planet in einem fernen Sonnen­system, der eine ganz eigene Form von Intel­ligenz zu besitzen scheint. Gerade durch seine Fremd­ar­tigkeit übt er eine starke Faszi­nation aus und steht sinnbildlich für die Erwei­terung unserer Erkenntnis durch das Unbekannte. Dieser Gedanke spiegelt sich auch in der Reper­toirewahl des Ensembles wider. Neben zentralen Werken der Trio-Literatur, wie Beethovens Erzherzog-Trio oder Ravels Klaviertrio, ist es dem “Trio Solaris” ein Anliegen, die ganze Fülle des vielfäl­tigen Musik­schaffens des 20. Jahrhun­derts in seinen Programmen zu präsen­tieren – darunter Stücke wie die “Trois Nocturnes” des in die USA emigrierten jüdischen Kompo­nisten Ernest Bloch oder das stilis­tisch einzig­artige Werk “Spell” des dänischen Siemens-Musik­preis­trägers Per Nørgård.

 

Helene Grass

Die Film- und Theater­schau­spie­lerin erhielt ihre Ausbildung an der renom­mierten Otto Falckenberg Schule in München. Danach nahm sie Theater-Engage­ments u.a. in Zürich, Hamburg, Basel, Dresden und Freiburg wahr und ist in der Spielzeit 2018/​2019 auf Tournee mit dem Théâtre National de la Colline. Sie wirkte in zahlreichen Kino- und Fernseh­pro­duk­tionen mit, wie zuletzt für die Serie „World on Fire“, die für die BBC gedreht wurde. Seit 2015 spielt sie als Recht­me­di­zi­nerin im Hauptcast der Krimi­serie „Rentnercops“.
Außerdem arbeitet Helene Grass als Sprecherin bei verschie­denen Hörfunk­sendern (RBB, NDR, WDR u.a.), liest Hörbücher ein und ist als Modera­torin tätig.Gemeinsam mit ihrem Vater trat sie in einer litera­risch-musika­li­schen Produktion über die Dichter der Romantik auf, die unter dem Titel „Des Knaben Wunderhorn oder die andere Wahrheit“ vielerorts gefeiert wurde. Helene Grass insze­niert unter­schiedlich musika­lisch-litera­rische Programme wie „Hilde, Cole und wir“ und „Berlin Hinterhof“ in denen sie auch als Sängerin auftritt. 2016 hat Helene Grass zudem die Künst­le­rische Leitung des Literatur- und Musik­festes „Wege durch das Land“ übernommen.“ Mehr zu Helene Grass gibt es hier.

 

Bernd Schwibs

»Auf Proust schwört er immer noch. Dabei kannte Bernd Schwibs den Schrift­steller schon in- und auswendig, als er ihn vor sieben Jahren im »Kulturtip« der Sonntags­zeitung als Vademecum auf Frank­furter Alltags­kul­tur­meilen wie dem Oeder Weg empfahl. Schließlich hatte er die revidierte Werkausgabe als Lektor bei Suhrkamp maßgeblich mitbe­treut. »Das verliert man nicht«, sagt er und meint seine Vorliebe für die Welt des unter­ge­henden Adels, den Proust und Musil so eindrücklich schildern. Eine Neigung zum Nostal­gi­schen lasse ihn privat immer wieder zu Proust greifen.« Mehr zu Bernd Schwibs in der FAZ

 

Die Tickets können Sie auch für 18€ in der Parkbuch­handlung im VVK erwerben. Auf das Online-Ticket werden 1,18€ Bearbei­tungs­gebühr aufge­schlagen.

Details der Veranstaltung

Datum: 14 November 2021.
Uhrzeit: 18:00 - 20:00
Ort: Schauspielhaus
Navigation zu: Schauspielhaus Bonn
Adresse: Am Michaelshof 9, 53177 Bonn
Telefon: 0228 352191
Event-Kategorie: Konzert & Lesung
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