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Der Finger im Buch von Ulrich Johannes Schneider

28.40 

»Das Buchcover dieses eher kleinen Buches, das mir zufällig in die Hand fiel, hat mich direkt angesprochen. Ein junger Mann blickt mich, ein Buch in der Hand haltend, keck an. Das Buch ist nicht ganz zugeschlagen, sondern sein Finger gewissermaßen als Lesezeichen darin. Titel: ‚‚Der Finger im Buch‘‘. Der Verfasser Ulrich Johannes Schneider, Direktor der UNI-Bibliothek Leipzig und Philosoph ebendort, nutzt 30 solcher Porträts, um über das Lesen zu raisonieren. Die Porträtierten haben alle einen Finger im Buch und der Autor denkt nach, was beim Lesen geschieht, während er die Kunstwerke intensiv beschreibt.
Ist Lesen Ablenkung vom Alltag? Führt es zur Vertiefung unseres Wissens? Macht es süchtig? Man weiß es nicht so recht. Können Sie, liebe Freunde der Parkbuchhandlung und Freunde des guten Buches, diesen Vorgang beschreiben? Nein? Ich auch nicht. Doch unser Autor spiegelt die Lesekultur und das unterbrochene Lesen in der Kunst des 14. bis ins 20. Jahrhundert. Und diese fantastisch gut ausgewählten Gemälde, Grafiken, Skulpturen und Fotografien sagen viel darüber aus, was beim Lesen geschieht. Seine Kapitel: ‚‚Lesen als Hingabe‘‘, ‚‚Lesen verändert“,‚‚Lesen entführt‘‘ oder ‚‚Lesen bildet‘‘ sind wunderbar ausgewählt, um zu erklären, was diesen gerade nicht lesenden Porträtierten, das Lesen wohl bedeuten mag, während sie sinnend einen Finger im Text haben.

‚‚In solchen Augenblicken der Unterbrechung ist das Lesen ganz bei sich, gewissermaßen auf dem Höhepunkt einer körperlich gewordenen Verbindung von Buch und Finger, einer Verkoppelung von Text und Individuum.‘‘ Sätze über das Lesen, wie Sehnsucht nach dem Lesen als Medium der Selbstvergessenheit und Hingabe, des Fernwehs und des Verzauberns sind besonders in einer Zeit, in der alles nur noch digital vonstatten geht, ein Genuss. Schließlich gehören das Lesen und die Erotik schon immer untrennbar zusammen.

Der Finger im Buch ist ein Widerhaken, der die Vorstellung des Versinkens im Buch, der Koppelung von Intensität und ununterbrochenem Lesen herausfordert. Er steht für die unterbrochene Lektüre, als ein organisches Lesezeichen, das die Stelle markiert, an die Lektüre fortgesetzt werden kann, und zugleich in der Unterbrechung die körperliche Verbindung von Leser und Buch aufrechterhält.«

 

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Kategorie: Schlagwort:

Barbara Ter-Nedden

Barbara Ter-Nedden hat ihre Liebe zu den Büchern schon frühzeitig entdeckt. Während ihres Germanistik- und Romanistikstudiums wurde diese Vorliebe zur Leidenschaft.

Zusätzliche Information

Titel

Der Finger im Buch. Die unterbrochene Lektüre im Bild

Autor

Ulrich Johannes Schneider

ISBN

978-3-905799-57-6

Bibliographische Angaben

Klappenbroschur, 30 Farbabbildungen, 184 Seiten, Pietmeyer Verlag

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