Zusätzliche Information
| Titel | Stunden wie Tage |
|---|---|
| Autor | Shelley Kupferberg |
| ISBN | 978-3-257-07348-5 |
| Bibliographische Angaben | Gebunden, 272 S., Diogenes Verlag |
25.00 €
In ihrem ersten Buch hat die Autorin und Journalistin Shelly Kupferberg über ihren jüdischen Großonkel anhand von Erzählungen und Archivmaterialien geschrieben. Der Lebemann, einst geschätzt, beliebt und wohlhabend, wird Opfer der Nazis. Nun ist ihr zweiter Roman erschienen, in dem sie anrührend und zugleich dramatisch die Geschichte von Martha E. aus Berlin-Schöneberg erzählt. Martha war Shelly Kupferberg aufgefallen, weil sie häufig in abgerissener Kleidung in ihrer Straße anzutreffen war. Über sie kursierten viele Gerüchte und die Autorin begibt sich wieder in die Archive, um über Martha zu recherchieren. Heraus kam eine komplexe Lebensgeschichte.
Der Roman beginnt mit dem Satz „Alle kannten sie, doch keiner wusste, wer sie war.“ Von dort entfaltet sich die Handlung, die in den 1930er-Jahren einsetzt. Martha tritt eine Stelle als Hausbesorgerin bei einer jüdischen Familie an und bleibt dieser über Jahrzehnte hinweg loyal – auch während der NS-Zeit, als die Eigentümer fliehen müssen. Sie half der zurückgebliebenen Frau und Tochter in schweren Zeiten und erbte nach dem Krieg das Mietshaus. Sie war Millionärin, nutzte die Mieteinnahmen jedoch nie, sondern überschrieb letztendlich Vermögen und Haus der jüdischen Gemeinde.
Kupferberg zeichnet das Porträt einer Frau, die in einer Zeit der Verfolgung und Entrechtung moralische Standhaftigkeit zeigt. Die Figur entwickelt sich zu einer „stillen Heldin“, die aus Nächstenliebe handelt und Verantwortung übernimmt. Eine wahre Geschichte also, die zeigt, wie gut die Autorin persönliche Schicksale mit historischen Situationen verknüpfen kann.
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| Titel | Stunden wie Tage |
|---|---|
| Autor | Shelley Kupferberg |
| ISBN | 978-3-257-07348-5 |
| Bibliographische Angaben | Gebunden, 272 S., Diogenes Verlag |