Zusätzliche Information
| Titel | Was wir wissen können |
|---|---|
| Autor | Ian McEwan |
| ISBN | 978-3-257-07357-7 |
| Bibliographische Angaben | Gebunden, 480 S., Diogenes Verlag |
28.00 €
„Der Brite Ian McEwan ist ein Superstar der Literatur und einer der bekanntesten Schriftsteller unserer Zeit, der die Abgründe menschlichen Lebens und Liebens schonungslos ausleuchtet und in ihrer Widersprüchlichkeit zeigt. Mich begeistern seine literarischen Werke jedes Mal. Sie sind von der Ambivalenz der menschlichen Erfahrungen geprägt und von dem, was wir daraus lernen. So sein 2022 erschienenes und persönlichstes Buch „Lektionen“, das ein ganzes Leben abbildet und eng mit der Biografie des Autors verwoben ist. Vor kurzem erschien sein 18. Roman „Was wir wissen können“. Es ist ein wahnsinniges Konglomerat an Optimismus und Pessimismus, an Textexegese und Dystopie. Lyrik und Klimakatastrophe werden miteinander verbunden, ohne dass es uns stört oder gekünstelt wirkt.
Der Ich-Erzähler ist ein Literaturwissenschaftler im Jahr 2120. Er beschäftigt sich aus einer Art privatem Forschungsinteresse mit unserer heutigen Gegenwart. 2120 existiert kein Europa mehr, nur noch ein Archipel von Inseln, aber der Erzähler betrachtet die alte Welt nicht anklagend ob der vertanen Möglichkeiten, sondern neugierig, auch fasziniert von der damaligen Wissenschaft und Kultur. Aber dann verbindet der Autor das Ganze noch mit einem Lyrik-Thema. 2014 soll es einen Sonettabend gegeben haben, an dem ein Dichter ein Sonett an seine Frau gerichtet gelesen hat, das behaupten die Quellen. Nach diesem Sonett sucht der Erzähler.
Bitte entschuldigen Sie meine saloppe Ausdrucksweise, aber ich finde es genial, wie McEwan die Ereignisse zwischen 2014 und 2120 mühelos miteinander verbindet. Für mich bleibt am Ende die Frage: Was ist ein gelungenes Leben? Und gibt es das überhaupt? Und außerdem habe ich von McEwan gelernt, dass jede Literatur politisch ist. Ein gutes Beispiel ist dieser Roman. Dafür geübt hat sich McEwan durch die Beschäftigung mit George Orwell, „Im Innern des Wals“. Hat er doch darüber Essays über Kunst und Politik geschrieben. Alles gute Hinweise zum neuen Jahr. Wenn Sie also noch Bedarf an guter Literatur haben, dann lesen Sie „Was wir wissen können“ und dann vielleicht die Essays des besagten Autors „Der Bauch des Wals“, beides im Diogenes Verlag. Das wäre ein guter Start für 2026!“
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| Titel | Was wir wissen können |
|---|---|
| Autor | Ian McEwan |
| ISBN | 978-3-257-07357-7 |
| Bibliographische Angaben | Gebunden, 480 S., Diogenes Verlag |