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What light there is von John Burnside

19.90 

»Burnside zu lesen, lohnt sich immer, denn der schottische Autor ist ein Stilist, der mit allem schreibt, was ihm zur Verfügung steht, ohne Rücksicht auf sich selbst zu nehmen. Bei ihm ist alles autobiografisch durchsetzt: In seinem bisher bekanntesten Buch „Lügen über meinen Vater“ schreibt er über seine Kindheit. Allerdings sind das mehr als Kindheitserinnerungen: Es sind Selbsterforschungen. Indem er über die Grausamkeiten und das Versagen seines Vaters schreibt, die er gewissermaßen rekapituliert, legt er gleichzeitig seine eigene Entwicklung zum Dichter dar. Die häusliche Kälte hat ihn früh in die Natur getrieben, wo er in sich hineinhorchte und sich der Fantasie hingab. Um sich selbst zu retten, entwarf er Gedichte und Geschichten, die Parallelwelten zur schrecklichen Wirklichkeit.

 

Nun ist Burnside schon vor langer Zeit ein Dichter geworden und schenkt uns mit seinem neuen Bändchen eine Art Meditation über das Leben, das Sterben und die Kunst. Auch hier spielen die autobiografischen Elemente eine große Rolle. Im Grunde bedarf es nicht vieler Erklärungen, sondern es sind die Texte, die von alleine zu uns sprechen. Sein erstes Kapitel beginnt mit der Beschreibung seiner Kinderheimat. Diese wunderbare Landschaft schildert Burnside mit einer großen poetischen Eloquenz. Man hat den Eindruck, er schildert sie mit allen Fasern seiner Möglichkeiten als Dichter. Doch auch hier wird – wie fast immer bei ihm – die Schönheit gebrochen: Aus diesen reinen Gewässern werden jährlich auch Leichen gezogen. „Ich wurde in einem Land flinker Ströme und flacher Flüsse geboren: kräftige Wasserbänder, süß und dunkel vom Moor gespeist; quirlige Bäche, die durch Birkenhaine und von Strahlgras und Heide gesäumte Felder plätschern; breite Läufe aus den Bergen, klar wie Fensterglas, die das mittige Tal queren, bis sie auf die Städte treffen, zu seicht und zu alt, um viel Leben zu beherbergen.“

 

What light there is ist ein Buch über das Leben und die Allgegenwart des Todes. Aus dem Lebendigen ergibt sich von alleine auch der Tod und unser Altern. Den Untertitel „Über die Schönheit des Moments“ löst das Buch selbst ein, dass mir viele schöne Lesemomente beschert hat, die der Autor mit einer Leichtigkeit und großer sprachlicher Kunst darstellt. „Ein flüchtiger Blick. Ein Augenblick. Coup d’oeil. Was wir nie recht wahrnehmen, bleib; was wir nur flüchtig sehen, haftet in der Erinnerung; nicht als etwas, das wir verloren, sondern als etwas, das wir nie ganz besessen haben, wodurch es einen größeren Zauber entwickelt als alles, was zu behalten uns gestattet ist, jene Objekte inbegriffen, die durch ihren Verlust einen ganz eigenen Glamour gewannen.“ Dieses schön gestaltete Buch in rotem Einband und roten Trennseiten der drei Kapitel, „Erde“, „Himmel“ und „Die Göttlichen“, sollten Sie bei sich tragen, um immer wieder in ihm zu lesen, denn diese Momente, die Burnside mit so viel Inbrunst beschreibt, verweilen und weben sich ins eigene Leben.«

 

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Kategorie: Schlagwort:

Barbara Ter-Nedden

Barbara Ter-Nedden hat ihre Liebe zu den Büchern schon frühzeitig entdeckt. Während ihres Germanistik- und Romanistikstudiums wurde diese Vorliebe zur Leidenschaft.

Zusätzliche Information

Titel

What light there is. Über die Schönheit des Moments.

Autor

John Burnside

ISBN

9783709981146

Bibliographische Angaben

Hardcover, 176 S., Haymon Verlag

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