Zusätzliche Information
| Titel | Das Gute |
|---|---|
| Autor | Michael Köhlmeier |
| ISBN | 978-3-446-28683-2 |
| Bibliographische Angaben | Gebunden, 304 S., Hanser Verlag |
24.00 €
»„Michael Köhlmeier ist seit Jahrzehnten mein absoluter Lieblingserzähler. Schon als er damit begann im Radio die griechischen Geschichten nachzuerzählen, lauschte die ganze Familie atemlos bei längeren Autofahrten seiner erzählenden Interpretation von Odysseus und anderen Mythen. Seine vielen Romane habe ich überwiegend gelesen und den letzten, "Das Philosophenschiff", Ihnen vorgestellt. Nun ist gerade seine Essaysammlung "Das Gute" bei Hanser erschienen. Nahtlos schließt das Buch an seinen 2023 veröffentlichten Band "Das Schöne. 59 Begeisterungen" an.
Der Autor liebt es anscheinend zwischen Literatur-, Welt- und Familiengeschichten hin und her zu switchen. Er hat Erhellendes über den ungarischen Autor Sándor Márai und Karl Philipp Moritz, 18. Jahrhundert Autor des Sturm und Drang, zu berichten. Dann erzählt er von Robespierre, Bismarck und von seiner Großmutter, die ihm immer wieder aus Grimms Märchen vorgelesen hat. Was Johann Peter Hebel einmal über sich gesagt haben soll, gilt auch für Michael Köhlmeier: In seinen Geschichten erzählt er entweder der Welt von seinen Leuten - oder seinen Leuten von der Welt.
Bei Navid Kermani liebe ich so sehr, dass er vom Persönlichen zum allgemein Politischen springt, auch Köhlmeier gelangt von jedem Ausgangspunkt scheinbar mühelos zu allgemeinen Aussagen, über die ich weiter nachdenken kann. So denke ich dank ihm über das Gute und die Geduld, über Witz, Freude und Hoffnung nach, denn darüber schreibt er wie immer klug, witzig und sehr persönlich. Dann räsoniert er über Charme und Scham. Zu Scham wählt er die Geschichte über einen seiner Mitschüler, der sich so sehr eine E-Gitarre wünschte, aber was schenken ihm seine Eltern? Eine Geige. Weil die Schulband, in der Köhlmeier Rhythmusgitarrist war, der Band Velvet Underground nacheifern wollte, in der ein Mitglied Geige spielte, durfte der Gymnasiast mitmachen. Beim ersten Auftritt zerschmetterte er seine Geige in einem grotesken Gefühlsausbruch nach dem Vorbild von Jeff Beck aus "Blow Up". Nur so konnte er vermeiden, dass die Besucher seine absolute Unkenntnis in Bezug auf Geigespielen bemerkten. Er konnte ja keinen einzigen richtigen Ton spielen und außerdem wollte er die Geige loswerden. «
Direkt weiter lesen?
Bestellen Sie das Buch hier in unserem Online-Shop.
| Titel | Das Gute |
|---|---|
| Autor | Michael Köhlmeier |
| ISBN | 978-3-446-28683-2 |
| Bibliographische Angaben | Gebunden, 304 S., Hanser Verlag |